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Aceh, Indonesien: Geschichte

Der Islam war die erste Religion in Aceh, schon im achten Jahrhundert verbreitete er sich hier. Ein Jahrhundert später wurde das erste islamische Königreich namens Perlak gegründet. Die Portugiesen übernahmen im Jahr 1511 Malakka und so wichen viele Händler auf andere Häfen aus. So wurde das damalige Sultanat von Aceh zu einer wichtigen Handelsmacht.

Im 17. Jahrhundert dann begannen die europäischen Kolonialmächte damit, ihren Einfluss auf die Region weiter auszubauen. Allen voran gingen damals Portugal, die Niederlande sowie Großbritannien. Im Jahr 1602 wurde dann die Niederländische Ostindien Kompanie gegründet, dies war eine Art Handelsniederlassung. Das Sultanat behielt jedoch die Eigenständigkeit. Das war auch nach 1824 der Fall, als die Briten eine Oberhoheit über Sumatra den Niederländern zusicherten. Von 1821 bis 1837 tobten die so genannten Padri-Kriege, bei denen es um Auseinandersetzungen zwischen orthodoxen Muslimen und Minangkabau kam. Letztere bekamen durch die Holländer Unterstützung. Die Holländer waren es auch, die versuchten, im Jahr 1873 den Sitz des Sultans einzunehmen, was ihnen aber nicht gelang. Erst im Januar des nächsten Jahres wurde er eingenommen, beim zweiten Sturm auf die Residenz.

Ab 1880 wurde eine politische Organisation des Landes vorgenommen, damit sollte die Zivilgewalt beruhigt werden. Aber schon 1884 wurde wieder ein Militärgouverneur eingesetzt. Über mehrere Jahrzehnte zog sich der Widerstand der Achinesen, bis zum Zweiten Weltkrieg kam es hier immer wieder zu Unruhen. Nachdem die Japaner von 1942 bis 1945 Sumatra besetzt hatten, versuchten im Anschluss die Niederlande, ihren Einfluss wieder herzustellen. Dies gelang nicht und im Jahr 1949 wurde die Unabhängigkeit von Indonesien erklärt. Eine regionale Unabhängigkeit kam für Aceh aber nicht zustande. Indonesische Truppen wanderten in die Region ein und erst 1959 machte Indonesien erste Zugeständnisse gegenüber der Unabhängigkeitsbewegung. In den siebziger Jahren wurde dann die Bewegung Freies Aceh gegründet und die Konflikte mit der zentralen Regierung rissen nicht ab. Am 4. Dezember 1976 wurde durch Prinz Hasan di Tiro die Unabhängigkeit ausgerufen.

Zwischen 1990 und 1998 galt die Provinz Aceh als militärisches Operationsgebiet, in dem viele Menschen, vor allem Kinder und Ältere, umgebracht wurden. Die Separatisten galten 1991 als besiegt und wagten nur noch kleine Angriffe. Im Februar 2000 ging es darum, die GAM zu zerschlagen. Im Jahr 2001 wurde ein Friedensplan unterzeichnet, der den Menschen in der Provinz nicht mehr 5, sondern 70 Prozent der Erlöse aus den Erdgaserträgen zusicherte. Gegen die Separatisten wurde aber im Jahr 2004 wieder sehr hart vorgegangen.  Neben den Unruhen sind es auch die Folgen des Tsunamis von 2004, die den Menschen hier zu schaffen machen.

Acheh, Sumatra

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