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Tsunami Auswirkungen in Aceh und Sumatra

Am 26. Dezember des Jahres 2004 wurde auf Sumatra und hier in erster Linie in der nordwestlichen Provinz Aceh ein Seebeben aufgezeichnet, das so verheerende Folgen nach sich zog, dass die Region auch heute noch, sieben Jahre später, damit zu kämpfen hat. Dem Seebeben folgte ein Tsunami und er war es auch, der die größten Schäden anrichtete. Die Küstenregion wurde völlig zerstört und die Gewalt des Wassers ging so weit, dass sogar ein Schiff bis in das Landesinnere gedrängt wurde. Dieses hat sich inzwischen zur touristischen Attraktion gemausert. Behörden gehen davon aus, dass bei dem Tsunami etwa 300.000 Menschen (in allen betroffenen Gebieten zusammengenommen) starben, obwohl die Angaben anfangs noch recht niedrig gehalten wurden. Die Behörden spielten das Problem herunter, weshalb die internationale Hilfe auch erst so spät kam. Gerade für die Westküste, die ohnehin nicht besonders leicht zugänglich ist, war das verheerend, denn so verloren noch mehr Menschen ihr Leben.

Das Nachbeben am 28. März 2005 hingegen betraf vor allem die Inseln, brachte aber auch einige Vulkane dazu, wieder aktiv zu werden. Die Hilfsaktionen gingen bis Ende des Jahres 2009, dann waren sie offiziell beendet. Die Folgen des Tsunamis waren bis dato aber noch längst nicht ausgeräumt. Dies zeigt sich auch in den Einnahmen, die aus dem Tourismus stammen. Dieser ging drastisch zurück – klar, die Krisenregion ist kein erwähnenswertes Urlaubsziel. Noch heute sind die Nachwirkungen zu sehen und das Land musste und muss immer noch enorme Bemühungen und Investitionen in Werbung und Marketing stecken. Längst nicht alle Hotels und Ferienunterkünfte sind wieder aufgebaut worden und bei vielen Menschen aus aller Welt herrscht eine gewisse Skepsis der Region gegenüber bzw. der Sicherheit dort.

Die Folgen des Tsunamis sind aber nicht nur in einem Einbruch in Bezug auf die Einnahmen aus dem Tourismus zu spüren, sondern auch in der Landwirtschaft. Vielen Menschen wurde die Lebensgrundlage entzogen, die Böden sind teilweise versalzt und somit unbrauchbar geworden. Das bedeutet nun, dass die Armut in der betroffenen Region stark gestiegen ist und dass sich die Menschen auf andere Einnahmequellen besinnen müssen. Viele Menschen sind abgewandert und haben der Region den Rücken gekehrt – es war schließlich auch nichts mehr übrig von ihrem Zuhause. Erst nach und nach wird die Infrastruktur wieder erneuert und es wird in neue Versorgungsleitungen investiert. Ein Frühwarnsystem würde helfen, allerdings sind solche Systeme im Indischen Ozean bis heute nur sehr sporadisch installiert worden. Auch wenn ein Tsunami nur selten auftritt, so sind seine Folgen doch verheerend und nicht umsonst gibt es genügend Stimmen, die für ein Frühwarnsystem plädieren.

Acheh, Sumatra

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