
Umweltschutz in Aceh und Sumatra
Auf Sumatra hat man längst erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Rund 60 Prozent der Regenwälder hier wurden vernichtet, die Auswirkungen auf Klima und Umwelt sind kaum denkbar. Die Tiere ziehen sich in die verbliebenen Teile des Regenwaldes zurück, wer das nicht schafft, stirbt aus. So geht es auch den Pflanzen, die sich nun einmal nicht bewegen können. Auf Sumatra wurde nun das größte Renaturierungsprogramm von ganz Indonesien gestartet. Die verbliebenen Bäume werden als Genpool verwendet, damit wieder junge und kräftige Bäume nachwachsen können.
Die Nationalparks Barisan Selatan, Kerinchi Seblat sowie Gunung Leuser bieten Pflanzen und Tieren Rückzugsmöglichkeiten, wenn auch auf vergleichsweise engem Raum. Dieses Gebiet wurde zum Welterbe der UNESCO erklärt und gilt nun als Kulturdenkmal. Doch Umweltschutz auf Sumatra beschränkt sich nicht nur darauf zu kitten, was der Mensch zerbrochen hat. Es geht auch darum, die Menschen hier aufzuklären. In den Schulen und bei Aktionsprogrammen wird versucht, zumindest Kinder und Jugendliche auf die Probleme aufmerksam zu machen, die durch eine Zerstörung der Natur für die Umwelt hier und auf der ganzen Erde entstehen können. Sie sollen das Bewusstsein dafür erlangen, was schützenswert ist, warum das so ist und welche Maßnahmen ergriffen werden können, damit der Schutz erhalten bleibt. So wachsen junge Erwachsene heran, die vielleicht früher oder später selbst aktiv im Umweltschutz tätig sind.
Die Erwachsenen, hier in erster Linie die Kleinbauern und die Besitzer der Palmöl-Unternehmen werden darüber aufgeklärt, welche Folgen der Raubbau an der Natur für sie selbst, für ihre Kinder und für die gesamte Umwelt haben kann. Generell ist es die Aufklärung, die hier Mittel zum Zweck ist. Es wird zwar versucht, die illegale Rodung der Wälder einzudämmen, doch wirklich erfolgreich war man bisher damit nicht. Es gibt zu viele Möglichkeiten, ungesehen und unbemerkt zu roden und der Gewinn, der dahinter steht, ist einfach zu verlockend. Ein Umdenken in den Köpfen der Menschen hier ist nur langsam zu erreichen und es wird auf keinen Fall klappen, dass das von heute auf morgen geschieht.
Internationale Umwelt- und Naturschutzorganisationen, wie zum Beispiel Greenpeace oder der WWF, versuchen immer wieder, auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen und so zu erreichen, dass der Regenwald für Tabu erklärt wird. Es wird auch nicht möglich sein, den Wald wiederherzustellen. Denn es ist schon so viel vom Regenwald verloren gegangen, dass nur die Reste erhalten bleiben können und ein Teil wieder aufgeforstet wird. Für Pflanzen und Tiere ist das allemal ein Gewinn.